Dienstag, 13. Juli 2010

TRIPTYCHON

Lust ist Gottes wahrer Grund
für diese orgasmischen Zyklen -
Dasein mehren und sich verlieben...

mit Unschuld spielen
sich scheinbar zieren
wer kennt dies nicht?

Herzblut vergieße ich
niemals für Versprechen

die gewundene Welt des FürundWiders löst sich auf durch die Gliederwelt
jeder neuen Erschöpfung und findet kein Ende in den Lügen sinnlicher
Ko K e t t e r i e die einen Mann zum anHänger degradieren

die Seifenopern mögen reinigen ansonsten den Schmutz ihrer
Andeutungen behalten um die Haut makelloser Einsamkeit nicht
zu stören wenn ihre Schönheit ungenutzt verwelkt

die Freude am Vergehen
ist die Seuche am Leben
wen schmerzt dies nicht?

Gott ist nicht tot für die Vögel
heißt es - doch selbst Gott würde dich v....
bevor deine Anmut ihn langweilt

der Verfall bezeugt seine Angst
das eine Menschenseele zu mächtig gedeiht

...
unter zu vielen Menschentritten
gerät schmutzig der Schnee
wie die käuflichen Seelen
deren Absichten vergiften

...
durch weiße Schwanhallen
Melodien erschallen
ferner Freundinnen
und aus den Fenstern
der Nacht
schwebt blauer Nebel
ins Gemach

du weißt nicht
was dies Fieber soll
am Ende des Korridors
brennt Licht
und der opalgeformte Saal
birgt diesen Lotusstern
mit lauter roten Blüten
und Engelleibern
zum verweilen

Violinen sind Wesen
aus gesponnenen Seelen
deren Atemzug
durch die dunklen Äste streift
bis der Mond
Schneeflocken weint

wir ziehen
durch Städte und Dörfer
doch hier zuhause
überleben nur
die Liebenden der Zeit
und dich abstrakte
Liebhaberin
dich nacktes Leid!
berühre ich
wie eine Sonne
Blüten weckt
vom dunklen Traume

du weißt nicht
was dies Fieber soll

am Ende des Korridors
brennt Licht

doch öffne deine schönen
Lippen nicht!


© j.w.waldeck 2010

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Dein blühender Schoß

...blutet was er verheimlicht barg

ihr Antlitz hinter einer Engelwolke
verschleiert die silberne Eismahd

beschreitet ein neuer Krieger
den alten Königspfad
welcher in Wäldern atmen sollte

Neumondschnee
schlummert auf stillen Gräbern
Kinder des Lichts
liegen darauf wie Federn

ein Strahl tastet über die kühle Stirn
und haucht ein Stern von einem Sinn

kalter Lichterflug welcher Pollenerde küsst
die erfroren ihren geschändeten
Leib beschützt...

liegen hier Seelen aus Zauberseen
und sehen Unsägliches auferstehen

Erdennacht hält ihre finsteren Zügel
dem Mond hinter der Wolke
entwachsen Flügel...

sein Antlitz bittet nicht
auf euren Pfützen
sein Auge zittert nicht
auf abgegrasten Wüsten


wisst ihr was wir sind
könnt ihr's verkraften
die Seelen blind
die Mäuler falsches Lachen?

das purpurne Kleid
längst erschlag'ner Lämmer
protzend vor fremden Larven
deren Ideen verdarben

küsst ihr gefrorene Mädchenwangen
kleiner Sterne
die vom Himmel tanzen


© j.w.waldeck 2009

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Über mich

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Die Affinität zum Ungehorsam einigt uns