Freitag, 12. Februar 2010

Frostrubin

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„einer wunderschönen doch kummervollen Seele"


es waren nicht die weißen Wimpern
verschneiter Silbertannen
die diamantene Tränen
im Gestichel der Sonnenstrahlen
unter Qualen aushauchten

es war ein verborgenes Sehnen
welches im Funkeln jener Engelaugen
kristallklar einen Funken ertrug

dort lag es gebettet
in seinem vergessnen Grabe
und tropfte für jeden Augenblick
ein unwiederbringliches Kleinod
vergeblicher Gnade

kleines Rabenherz
welches niemals seinen tiefsten Schlag
aufhören vermag

kleines Diadem
rostiger Flehn

wann ist dein spendender Tau
die Traumschlosswolke
erhaben waiser Werkswelt -

welche deine Nebelseele herabweint
auf verständnislose Spottlippen?

damit sie deine selbstlose Liebe sehen
und dein Gralsopfer wissen

welche dies kleine Rabenherz
unerhörter Brust entrissen...

- bis sie tödlich betroffen
ein trauriges Zauberlied flüstern:

pflücke niemals weiße Rosen
ohne ihre Dornen zu kosen
drücke sie tief an dein warmes Herz
färbe ihren zitternden Schneeleib
mit purpurner Herrlichkeit
und sterbe mit ihrem Versprechen

an deiner atemlosen Brust
niemals zu verwelken


© j.w.waldeck 2009

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