Freitag, 12. Februar 2010

Die Frau-Blume

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- Nachtschal -
hingeweht wie Mohne
im stillen Winde
verkrampfte Fächer
aufgeschnürt
von erstickten Hälsen

erhebst du besternt deine Augen
wie beschneite Ufer weinen
vereist in ziselierten Stickereien
ausgemerzt durch frivoles Glitzern

unter der gleißenden Haut
scheinen warme Moleküle
die Zweige lebendigen Blattes
errötet zur Spitze mit Herzblut -
Blut welches du in Worte tauchst

losgelöst unter Bäumen
voller Spinnen
wo Blinken perlt
kristallisierter Raumzeit
winzige Monde
leidenschaftlicher Schmetterlinge

bleicht das marmorisierte Herz
den merkwürdigen Schädel
eines verendenden Sauriers
der bloß im Geiste berührt

und aus dem aufglühenden Regen
aus Blutfäden
trennt sich
ein nebulöser Rauchschwall

durchscheinend nach überall
entziffernd die Umschläge
jener Seele gen Himmel gelobt
für den rosigen Mund
das verschriebene Blut
auf deinem bleichen Lächeln...

sprießend küsse ich dich
voller Leben
und rutsche unter deine Brust
die nun heiß ist
mein Glück zu erhören
wie es mich stets verlässt

dein glatter Schneehals
scheint eine wahnsinnige Schlange
doch entpuppt sich als Seerosenschwan
als Mündung des Mondes ... als Kuss

wenn du dein Kleid löst
in schwarzen Strümpfen besteigst
meine Liebe zu atmen
aus Wirbelsäulen aus Schwingen
aus Visionen

das ich dieser süß-schlauen Wunde ersterbe
einer erblühten Schönheit
die meine Sinne entzieht
in ein unsichtbares Millenium

bis ich deinen verbotenen Namen seufze
ihn dem Abgrund hauche
fallengelassener Mohn
im stillen Wind ... des Traums

Blütenmelodie
deiner weichen Blumenlippen


© j.w.waldeck 2009

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