Samstag, 30. Januar 2010

Schattenknospe

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die Drehscheibe

die Drehscheide

das Herz der Begierde

rote Paradiesfrucht

verschlossenes Lächeln

Zirkellabyrinth vitaler Konstellation

mit träumendem Blick

der aufgerissen wird

von einer blinden Schlange

das angespien wird

sich zu entwerfen...


was immer sie auch fühlt

in ihrem winzigen Schneckenhaus

eines Tages

ist's vergessen

und die Küsse von einst

schmachten nicht mehr

obwohl sie bitter weint


© j.w.waldeck 2008

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Nachtschmetterlings Andacht

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Fall=Schirme... zum Schutze

silberheller Traumfeen

gewebt aus Einhornhaar

mit Schicksalswimpern

aus durchscheinenden Wesen


Löwenzahnsamen

auf Schicksalswinden


die Hoffnung im Blick

und den Fall im Geschick


seht ihr erhangen

an grünherzigen Efeuranken

am geschmeidigen Seidenhalse

den Mondaugen=Schmetterling

das liebende Engelkind

die Unschuld auf Knien

sich schwingen

durch tausend verzehrende Lieben


ringsum atmet das Abendblau

seinen Traumstaub

und ein sternumflorter Baldachin

trägt den müden Tag hinfort

in die weichen Arme der Nacht


dort liegen sie wie vergessene Sterne

ohne Namen

und hoffen

eines Tages zu erwachen


als gelbe Sonnen

als Kinder des Lichts

als lachendes Glück...


© j.w.waldeck 2008

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Azurschwinge

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die Schmetterlinge im Bauch

werden nie die Luft schwängern


das Herz in der Brust

wird niemanden erschlagen


die Glocke tönt

doch ihr Ruf verhallt

ohne Klagen...


ein Kohlenherz

färbt den vereisten Schwan

der liebend starb

in seinem Schönheitswahn


oder ist's eine Schneeflocke gar

deren Augenblick

vom blauen Himmel sternte?


für dieses rote gefallene Herzblatt

der mal ein Kussmund gewesen war

bevor der Rost der Ernte

ihm alle Süße nahm


dein Ohr scheint noch zu lauschen

der Blick fragt aus vampiresken Augen


Ereignishorizonte

die jedes Licht aufsaugen


Bittermandeln

deren Eisblumen

kein menschliches Haar sind


auf dem Rauhreif

deiner toten Seele...


© j.w.waldeck 2008

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Wintertraum

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der Kristallwald

existiert!

wo keine Menschen sterben

wo kein Atemzug Leid verheißt

wo kein Gott Prüfungen erteilt

und Reinheit nur

sich offenbart

als einzige Natur


die gläsernen Stämme

jedes ein Ton eine Melodie

von eigener Musik

erklingen in nie gekannter Schönheit


die Blätter sind vibrierende Wimpern

und die spiegelnden Seen

Augenblicke

in denen Glück silberhell auflacht


dort wurden Gefühle

verschlungene Ranken

und aufseufzende Girlanden

voller Rosensterne

mit weißen Seelenblüten


© j.w.waldeck 2008

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Seelenblüte

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durchscheinend...

wo einsames Wasser vereist


eine kühle Spiegelscheibe

mit eindeutigen Objekten


sezierte Gegenstände

oder Lebe=Wesen

wechseln ihre Innereien


und erstarren

ohne jede geheime Facette


...Abziehbilder...


dort klebt ein Mädchen in Schneeweiß

- oder ist's ein weiblicher Waldgeist? -

seine rosigen Füßchen

auf's versiegelte Wintereis


brennender Schmerz schreckt es nicht

tödliche Kälte tötet nicht

sein taubes Taubenherz

das dunkle Nachthaar ist ein Schleier

ein Brautkranz wogender Nebel


Blätter umtanzen sein glitzerndes Kleid

und es schmilzt das Eis


langsam zerfließt sein Schneewesen

und rosige Blöße errötet im Wind


und blauer Himmel trinkt

von diesem lieblichen Kind


eine kleine Seerose

bedeckt die klare Quelle

nach der sich Bäume und Blumen sehnen

nach ihren unschuldigen Lebenstränen


© j.w.waldeck 2008

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Des Traumes Allmacht

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VORSPIEL: trotzig

im Schatten der harten Felsen

brütet eine anschmiegsame Motte


harter Muskelbauch

durchtrainierter Jüngling

die Engelflügel flattern

die Jungfrauen schnattern:


komm! rette dich

... zu uns ...

du bist alles was wir ertRäumen

dein Leib verspricht es

deine stummen Honiglippen

zum Küssen reif - zum Lieben


auch wenn du nichts trägst...

wir wollen dich nackt

wir wollen dich bloß

an Fassen...


NACHSPIEL:

dort wo die Krähen hausen

im fernen leuchtenden Turm

einer gewaltigen Burg


liegt die Sicherheit

der Rosengärten

der träumenden Schwäne

auf dem Weihrauch

eines Zaubersees


alle Tränen

werden dort zu Glück

alle Wünsche

sofort erfüllt


dort hebt sich dein Blick

und verliert alles Sehnen

der Traum


wurde Wirklichkeit...


© j.w.waldeck 2008

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Dubiduuu

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an den Wangen des Jokers:

Blumenranken

in den Augen der Maske:

Lebenswünsche


kleine Hörnchen

die Löckchen

ein dunkles Auge weint

ein helles Auge lacht

doch kein Schnitt

für den Riss der Tiefe

für den Dolch der Liebe


die Langeweile

der Glücklichen

ist schlimmer

als das Verenden

der weniger Schönen


lache dir die Seele

aus dem genommenen Leib


getragen auf Armwäldern

auf Gliedermeeren

auf Augenwellen

auf Herzfluten


weißer Liebesschaum

fließt aus deinen Wunden


ein kleines Mädchen

badet seine Puppen

in der gleißenden Badewanne

ihrer verlorenen Kindheit


© j.w.waldeck 2008

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Dornentränen des GeFallens

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er weint aus dem Mordmunde

und du nimmst und nimmst


geschenkt ist geschenkt

verloren ist gewonnen...


was immer du gewinnst

in dir wird es verdorben...


versteinert

zerfressen

von aller Identität

hilfloses Gebet


er weint aus seinen Augen

dein makelloses Bild

einer Elfenbeinstatue

die ein dunkler Schöpfer ersann


doch noch an jede Liebe zu kommen

und sei sie bloß geraubt

und sei sie bloß geglaubt


doch die schwarzen Adern

sind nur Umrisse

der tiefsten Wahrheit...


© j.w.waldeck 2008

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Mittwoch, 20. Januar 2010

Verzehren

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Bleistifte...

die liegenden Kadaverwolken


schreiben sich aus dem Tintenblau

hin-ab auf verseuchte Abgründe


aus deinem Haar

ist ein Teerstrudel geworden

es erstickt die Seufzer

in den Mündern der Abhängigen


dein Flammenkleid

deine sehnsüchtige Hölle


entlockt dir nicht die geringste Freude

in dieser lustgeschwängerten Luft:

Abgase fremder Leute...


© j.w.waldeck 2008

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Todesballerina

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der All=Gegenwärtige

raubt dir alle Schätze


deswegen trägst du

sein Antlitz

seine Todesmaske

seinen Schädel

auf deinen Mädchenkleidern


ein kleiner Blumengarten

voller Glut

ein kleiner Aschenbecher...


ewiges Bild

an welches du glaubst...


dein Fleisch verkomme

dein Wille vergehe

in Ewigkeit


amen.


© j.w.waldeck 2008

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Rosenschwan

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der goldene Götzenteller

in deiner Schneehand


eine grausame Sonne

die nur brennen vermag

und blenden...


schnüre dein Karminkorsett


der Kamin der Seele

verraucht die alten Leidenschaften


hoch geht jeder Funke

bevor er erlischt


nieder geht jede Asche

noch heiß für dich...


es ist keine dunkle Brille

es sind schattenhafte Augenringe

Ringe – der Seele

Magie – der Hölle


© j.w.waldeck 2008

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Traum Paradies

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das Puzzle der Kirchenfenster

ist verschieden eingefärbt...

Gegensätzliches schneidet sich

und hebt so die Kontraste


erschütternd innig

strahlt die kalte Fläche

unter der Macht einer Karminsonne...


Traumkathedrale

in der nur die Toten ewig weinen

verängstigtes Reh

in dessen Spiegelaugen

sich das Licht.... bricht!


Lächeln wie unter Folter

angespannt im süßen Fleische

geliebt von harten Stößen

erschüttert von ihren

lustvollen Blößen


es lockt das AutoPORTrät

logge dich ein in diesen Nachtmahr

und lasse dich abtreiben

denn hier ist Liebe bloß endloser

tRAUM


© j.w.waldeck 2008

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Die Liebe der Lieblosen

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dort wo die Sterne blitzen

könnten sie ein Herz umrahmen

dort wo Nebelquellen sitzen

dürfen sich Galaxien umarmen


ein Tropfen Urzeit

fällt schwer in die Ewigkeit

breitet sich aus

mit gigantisch schwarzen Wellen


Teer aus dem Nimmermeer

Daseinsblut

der Atemlosen


es ist dein toter Geist

der diese Liebe fühlt

in einem lebendigen Leib...


© j.w.waldeck 2008

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Daseinsamphore einer Gottmumie

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- Daseinsamphore einer Gott=Mumie -

Schwingen trägt die Nacht

Schleier trägt die Ohnmacht

graues Gewebe erstickter Zeit

und Dementoren

nähren ihre toten Träume

von der Seele Sehnsucht


dort weinst du in deinem Puppenkleid

für immer

erblüht

...lebendiges Leid...


© j.w.waldeck 2008

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Montag, 18. Januar 2010

Kirchenfenster einer Heiligen

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- das funkelnde Kirchenfenster einer Heiligen -


dort verglaste die blutrote

...Sonne....

Rosensplitter für das Himmelslicht

unter dem sich Jungfrauen bekreuzen...


dort tastet dein weißer Elfenfuß

in aufreizenden Netzen

mit schattenhaft

sich profilierenden Totenknochen

wabernde Leeren ab

den schweigenden Kathedralen

von Äonen Toden...


© j.w.waldeck 2008

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GlaubensgeHilfe

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- glaubensge(h)hilfe -

...äfft die Stimme des P a r a dieses

jenes ohne inneres ErReichen...


diesig schwängert der Himmel verlorene Vögel

die niemals landen werden

ohne vor Glück zu sterben


unbeweglich ragt dort ein Engel

manchen ein Schornstein im Fernen...

den einen weißen Flügel erhoben

gesenkt den Gebrochenen

hinter Glückes irdische Scherben


dieses... weiß-zuckrige Leb=Kuchen=Haus

mit dunklen leeren Fenstern

wo keine Rose sich anschmiegt

an seinen offenen Läden


- schläft auf einer traurigen Wolke

und die Sterne träumen dazu


von Tränen allein gehalten

verdampft durch Herzensblut


© j.w.waldeck 2008

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Dauerhafte Freude

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Regeln pervertieren
individuelle Liebe
und gerechte Vielfalt
Regeln schützen Diebe

im Posten selbstgefällig alt
erfolgreich im Elendsystem
ist allein das korrupte Element
welche die Lüge bewahrt

ein toter Mensch wird gut
gesegnete Massenmörder
Engel der Verdammnis
deren Besen die Erde ruft

reduziert die Massen!
wir kämpften für Etiketten
Fahnen und Glaubensrassen
doch alle sind Marionetten

wir brauchen weite Wälder
und unberührtes Land
dünget die brachen Felder
nicht nutzlos mit Verstand

denn niemand versteht
die unsichtbare Sprache
die aus dem Boden schreit
die ohne Menschen gedeiht

.............

Gebährmaschinen für den Krieg der Religion
Menschen im Wahn als gäbs kein Kondom
und nicht mal Taubenschläge aus Beton schrecken
wenn sich Primitive ineinander verstecken


© j.w.waldeck 2009

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Samstag, 16. Januar 2010

Verrückte Herzen

des Nachts
im nicht Ersichtlichen
beschreite ich deine virtuelle Schwelle
vergesse der gekannten Geschenke
geliebter Augenblicke
denen ich Zukunft verlieh

Nachts
küsse ich unsichtbare Schmetterlinge
damit sie auf deine Bettdecke fliegen
verwöhnt durch die Mondin
auf der Tage Ansichtskarten:
himmlische Vögel der Sonne

mit geöffnetem Regenschirm
unter dunklen Abendlampen
zerschliss'ner Bordsteinkanten
wo österreichische Altbauten
geplatzte Fassadenhaut besitzen
doch marmorne Lippen
und Brauttreppen...

vergab mein Leben
ANDEREN und dies reichte
mit undurchdringlichem Antlitz
einem Torso aus Tinte...

Nachts
weiß ich dich barfüßig
durch zögernde Schatten
- wachsen Bäume gen Himmel
gleich deinem gelösten Haar
rufend aus Windböen

damit ich dich in den Blüten
der Wimpern fühle -
ins Glück gepustet
die Harfe ertastend
meiner Sehnsuchtsseele

wachsen Alleen zusammen
ohne sich zu berühren
bloß Träumende schreiten
auf ihren welken Herzen
die zuviel Licht erleiden...

© j.w.waldeck 2009

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Erinnerungen - süße Lügen

Erinnerungen leuchten wie Eis z a p f e n -
in erhellender Klarheit unter der Sonne geschmolzen
und wähnen sich mit demselben Antlitz

© j.w.waldeck 2009

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Mit den Augen in der Sonne

mit den Augen in der Sonne erblickst du
nicht die Wüste – in der du unter Tränen
den Herzenskern deiner Brust pflanztest

© j.w.waldeck 2009

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Karminperlen - Crimson Tears

karminrote Trauer von deinen süßen Lippen
trinke ich als vergessenen Sommernachtstraum
eines göttlichen Wahn s i n n §

crimson sadness from your sweet lips
i drink like a forgotten midsummer night's dream
of divine madnes§

© j.w.waldeck 2009

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Haiku zum vergessenen Heiland

er wird nicht runtergelassen
vom starren Angstgerüst
auf dem er so gefällig dient...

© j.w.waldeck 2009

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Freiheit ist Wahrheit

wenn das Untote das Lebende bestimmt
wenn das Gefällte zu gefallen beginnt
wenn das Gequälte zu gedeihen sinnt...

© j.w.waldeck 2010

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Über mich

Mein Bild
www.waldeck.deviantart.com www.myspace.com/artnexus.com

Die Affinität zum Ungehorsam einigt uns