Mittwoch, 27. Mai 2009

Das Nichtige Vergeht

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was bleibt dir
wenn du keine Augenblicke kennst
unverlebte Pirouetten bloß erdenkst
von allen Worten Gesten unbefleckt
ein weißes ungeküsstes Blatt
das sehnsüchtig sich reckt?

nichts bleibt von dieser Welt
vom Stoff des Geistes allein beseelt
Schönheit - die nur's Innerste behält
wo kalt gewordne Küsse verwelkt -
Eindrücke durch die Zeit entstellt

was bleibt dir von der Ferne
oder glitzern dann weniger Sterne
oder jenes Wissen um die Seele
die ich wahrnahm als kalter Schleier
bleibt doch ihr Schoß ewige Quelle...

was bliebe dir
durch ein Unglück denn
durch einen Anschlag auf den Zug -
was bliebe mir als jedes Lied
das ich zu Ehren dir verschrieb?

was bliebe dir
wenn du keine Augenblicke hegst
und Nähe bloß durch Ferne ersehnst
als jenes Wesen welches zeitlos währt
in dir verjüngt stets widerkehrt

die innere Konstellation
ist eine sichere Attraktion
denn Wesensnähe zieht sich an
wo Raumzeit längst entschwand
findet sich - was Seelen verband...

und was bleibt mir?
wo meine Reime doch keine Würmer sind
aus dir gesät - wenn der ewige Moment
geschenkter Nähe irdisch fehlt -
als zu zerspringen wie ein Stern
am stummen schwarzen Himmelszelt


© j.w.waldeck 2009

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Samstag, 9. Mai 2009

Träume das Leben und lebe deinen Traum

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oft erlaubt die Angst der Anderen nicht
was selbst in Ihnen mit maßloser Sehnsucht
ruchlose Träume raubt...

laut den Amazonas-Indianern
ist der Abschied vom Leben
das Erwachen vom Traume...

die schwarze Brücke über den Fluss
ist ein Gerüst aus unbeweglichen Elementen
gehalten von begehrenden Händen

oft erlaubt die Liebe der Anderen nicht
was selbst in dir mit maßloser Sehnsucht
ruchlose Träume birgt...


© j.w.waldeck 09.05.2009

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Mittwoch, 6. Mai 2009

Lüge liebt nur sich selbst...

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könnt ich doch endlich aufgeben
einmal nichts mehr fühlen
schmerzfrei innerlich untergehen
äußerlich erscheinen und berühren!

zu viele Wellen die ertränken
als könnte ich sie alle beschenken
und überzeugen wie Gottes Diener
das sie niemals allein verlieren

bloß ihre Feindschaft ist echt
wohl ist meine Sprache zu perfekt
und jene Seele zu versteckt
Lüge - die ihre Lügen schreckt

so abgeurteilt und beschmutzt
am Wegesrand von blinden Tritten
den Tod als Witz und Ausgeburt
in Liebe verbraucht - im Wissen...


© j.w.waldeck 2009

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Dienstag, 5. Mai 2009

Metamorphose

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schön das mein letztes Thema
Schattenstengel zum selbigen anregt
so bleibt's beim gleichen Schema
bloß Geist wird widerlegt...

spontan dem Nichts entgriffen
lass ich die Gaffer Neider liegen
den Unverstand der aufraffen muss
was längst verdaut und abgetrieben

.......
ein Frauenleib in Ästen verwachsen
man möchte's Spinnenbeine nennen
mit nacktem Oberkörper scheint zu lachen
im Mondesschleier ihrer Meereswellen

denn silbern scheint ihr Haar zu fallen
zu fallen ins Glitzern ewiger Träume
mit Leopardenhandschuhen und Krallen
wo Menschenstufen enden und altern

führt nichts Geisteskraft ins Entfalten...


doch viele ekeln sich vor ihrer Wahrheit

dort wird der wahre Anblick halten
und alles Gespeicherte bleibt Einheit...

für immerdar der Seele Wesenszug

befreit von Masken Lug und Trug...


© j.w.waldeck 2009

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Samstag, 2. Mai 2009

Wohin die Liebe schwindet...

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einmal vorgestellt, warum Seelen so wichtig scheinen,
je liebender, je blühender...


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du fragst mich wo der Frühling bleibt
der sich niemals wieder gleich verliebt

du fragst dich wo die Liebe zieht
wenn Schweigen still doch eisig reift

und Gottes Lichtkrieger Vernichtung fordern
weil Anpreisung und Preisen sich nicht verkauft

seine Herrscherfurcht hegt Tod Krankheit Foltern
doch mein Geist wird niemandem folgen

- niemandem der mir's Liebste entreißt
und schweige still wenn mein Herz so sehnsüchtig!

- so sehnsüchtig auf Frauenaugen entgleißt
und alle Träume für Gottes Liebe stille morden...

bis zuletzt in Blumen und Wiesen an Silberbächen
ich jeden Menschenklang begrabe ohne Sorgen

weil ich in neuen Welten mich vollkommen weiß
wie Gott geliebt - doch ohne Opfer und Gebrechen

du fragst mich nicht und irgendwann ist Leere
und niemand mehr als alter Worte Leid

der Schmerz stürmt über sieben Meere
hinfort von Trübsinn Hass und Neid

fragst du wohin genomm'ne Liebe zieht
wenn Allmacht gierig sie entreißt...



© j.w.waldeck 21.04.2009

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Über mich

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Die Affinität zum Ungehorsam einigt uns