Donnerstag, 26. März 2009

Blaue Blumen blühen ewig

.


die Fische ziehn nicht aus dem Meer
bloß alle Wellen tragen sie fort


die kleinen Rosen sprießen Funken
mit winzigen Lippen traumversunken


dereinst im Gartenreich vergangen
im Gold der Eintracht rostige Wunden

kam die weiße Taube aufs steinerne Kreuz
worauf ein Mädchenabbild seufzt

und Wolkenschwäne und Galeeren
krönen ihr Antlitz mit Strahlenspeeren


doch im versiegelten Gewölbe
einer verwunschenen Prinzessin

werden graue Wände zum Ozean
und quellen zeitverkehrten Sinn


rote Blüten öffnen kleine Finken
auf ihrem weißen Kleid der Nebel


feine Marmorzehen drücken Asche
lässt wallender Saum Schmetterlinge wirbeln

bis alles Dasein meeresblau beflügelt
den roten Faden findet ihrer Seelensprache

und Muscheln Landkarten filigrane Welten
glasig leuchten im blauen Wunderwerk


werden Eisblumen Lichtrisse wachsen
die milchigen Fensterscheiben hinauf


der Berge schattiger Rücken dämmern
wenn ferne Wesen sich schwungvoll nähern


erblüht doch meiner Seele Horizont
zur blauen Blume Sternschuppentränen

verlieren Rosen jegliches Herzblut
im strahlenden Weiß beschwingter Feen


wie silberne Fische in den Tiefen atmen
werden sich Liebende umarmen...

:

© j.w.waldeck 26.03.2009

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Mittwoch, 25. März 2009

Erziehungsterror

.


die Mädchen
drängen sich
um die Lehrerin
schmeicheln schulpflichtig
und kassieren
gute Noten

Jungs stehen abseits
Jungs möchten erobern
überzeugt werden
sich beweisen
und herausfordern

der Feminismus
geht nicht
auf Eigenwillige zu

matriarchial patriarchial asozial

später im Berufsleben
bleibt wenig Raum
im Einordnen...

junge Verkäuferinnen
beim Brotautomatengeschäft
hübsche Assistenten
mit adretter Erscheinung

verstoßene Jungen
die ihren Eigensinn behalten
enden misslungen
abseits ohne Entfalten

empfindlich musst du sein
lächle wenn du es nicht meinst

Erziehung
wird Aufklärungssache

deine weibliche Seite
offenbarte Doktrin
der Alice-Schwarzer-spRACHE

die neuen Männer schweigen
oder heulen
wegen jeder Kleinigkeit
mit den Mädchen
im Wettstreit...


:

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Freitag, 20. März 2009

Einsam träumt der Geist

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- verhülltes homogen -
die Gemeinsamen
bilden die unendlich dunkle Leere
identitätslose identische Massen

die Einsamen
getrennt durch materielle Meere
leuchten inmitten toter Augen

Norm ermöglicht Anpassen
die sich Andersein beweisen sucht -
Sucht nach Originalität und Erwachen


- unterschiede -
neben dir - genetischer Abschaum
konstatiere ich nüchtern...
wäre nicht der grenzenlose Geist
den weder Schneeflocken lieben
noch Sonnenstrahlen umspielen
bis Sterben den Stern befreit...

ein Brunnen nährt die Durstigen
doch keine Idee die Liebenden
so schön im Unsichtbaren
- SChattenreich im Wirklichen...

nichts durchdringt diese Dimension
als Leib und eine Seele
Geister erfassen ihre Vision
doch schmachten ohne Nähe...


:

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Dienstag, 17. März 2009

Klänge vibrierenden Azurs

.


.I.
Mondscheinschwinge
gedeihend bloß durch Liebe
Mondscheinwiege
unter der Eichkätzchen Windtanz
wo blaue Weintrauben
wie magische Murmeln leuchten
und Fragezeichen wispernde Blätter halten
als Dach deiner kleinen Unschuld
Geschichten weben
fein wie dies silberne Spinnennetz
gläserner Traumfäden...


.II.
seelisch eine völlig andere Ebene
ist die Raumzeit nicht maßgebend
materieller Limite...
- eher allumfassend bewegend

Seele wird dann transzendent
und vergisst im MATERieuniversum
ihr erlangtes charakteristisches Ich...

deswegen hegst du ein Gefühl des Ursprungs
als du noch eine energetische Matrix -
ein geistiger Nebel warst
erleuchtet vom Seelenquell=Impuls
- belebt von grenzenloser Zukunft...

Sehnsucht - ewig unerfüllt
ist nicht so wichtig
wie dein Glück innig berührt
- deiner ansichtig...

manchmal bin ich kurzfristig
von kurzer Trauerstimmung befallen
ob der Vergänglichkeit

welche zu geringe Atmezüge gewährt
damit wir einfach befriedigt
uns loslösen könnten - zwei Galaxien
zu neuen Universen vereint


.III.
selbst - wenn ich aus dir sanft
deinen schmelzenden Widerstand
zwischen Alabasterschenkeln aufküsste
besäße deine Zartheit etwas
von einem einsamen Märchenschwan

...
ohne Bedenken
ohne Konsequenzen
versinke ich in diesem blauen Spiegel
sanft murmelnder Wellen
auf denen sein weißes Schweigen
Blüten aus Eis erblühen lässt



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Sonntag, 15. März 2009

Atem der Seele

.


die Rückgrade der Berg=Ketten
ruhen auf Kadavern
entkleidet im schmerzlich entflammten Sand

UNIFORM Falscher im Zerstören der Brunnen
freier Quellen von Leben und Wasser

schwebend auf dem ungelöschten Brennen
der Bezahlung
schlürfend aus gekauften Fl=aschen
etikettierte Räume
und l=imitierte Derivate

der Lichtengel
glatt von den schmutzigen Rinn=Sälen
gehäuchelter Tränen

wischt sich den Staub der Toten
aus goldenen LOCKEN...


durch die Spuren hinterlassener Ödnisse
folgsam getriebener Herden
- eilt ein glühender Wind

über Tempel
so weiß wie die Knochen toter Verdursteter
mit von Göttern ausgeraubten Augen
gefüllt mit Skorpionen


von Schläfe zu Schläfe
aufgeladener Flakon
ERREICHTEN Geistes
oder verdorben durch D:efekte
egozentrischen Geizes


...
hier wird g:ToT seines verlorenen sAMENS vergessen
welcher sein Wesen vernichtete - mehr zu werden
als je wachsen würde
in den Plänen monokultureller Architekten...

jenseits... im Vergessen persönlicher Gräber
schwindet jeder Traumtropfen in Myriaden...

der errungene Charakter der Existenz durch MATERie
er=löst sich und die blinde Energie fließt zurück...

die ursprüngliche Konstellation
kehrt in ihr freispendendes Inspirations=Medium:
dem Impuls makelloser Quelle

der inhalierte und ausgeatmete Sauerstoff
entlockt die Lebensform ewiger Energie




Nachwort zur modernen, medienmanipulativen Kunst

- jedes Land, welches seine geistigen elitären
Potentiale durch Ignoranz und Armut verhöhnt,
wird in Schimpf und Schande untergehen und
weitere Greuel verüben, bis zu dem Tag,
an dem die Masse in jene Richtung gezwungen
wird, deren Horizont sie nicht zu erfassen imstande
sein wird.
Es ist eine Ehre, niemals in einer deutschen
postmodernen Galerie des 20ten oder 21ten Jahrhunderts
erscheinen zu müssen, neben all diesen Verkaufstypen,
deren Quadrate, Dreiecke und optische Effekte jeder
Kinder PC hinbekommt.
Irgendwann werden die Gebäude der Propaganda
und ihre hochgelobten Namen bloß Statistik werden,
im Sumpf einer korrupten Zeit, deren Chancen sie mit
Blödsinn vertan haben und Konservendosen.
Baut eure Kästchen mit
gesammelten Fingernägeln, Gerümpel und Strichmännchen.
Es liegt keine Würde in diesem Tun, kein Leben, keine
Vision, die ein unendliches Meer an Wellen aufsteigen
lässt. So viele Maden... die sich durch nichts unterscheiden!
So viele Rädchen, die nicht mal den Grund ihres
Verdrehens erkennen...


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Samstag, 7. März 2009

Traum einer Porzellangeisha

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schöne Puppe - die Sehnsüchte wahrt
Milchhaut - zum Steinerweichen gehaucht
bleibt sich treu im schönsten Augenblick
weint vergeblich kleiner Perlen "Glück"


Licht splittert in myriaden Facetten
Leben erstarrt zu kaltem Lächeln
Händchen scheinen zu ergreifen
- versteift in unsichtbaren Leiden


lockt warme Seelen mit Rosenlippen
verführt - ihre Flammenblüte zu küssen
bis die bleichen Wangen erröten
Sonnenuntergänge Nacht beschwören


Kristallblick - der scheinbar erschrickt
doch alles erfasst - im Kern erstickt
den jeder liebt ohne Qual zu sehen
- gefangen in untotem Sehnen...


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Mittwoch, 4. März 2009

ANGELIOM

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jede Form von Anteilnahme ist abhängig
nun willst du göttlich niemand helfen
und vergisst sein Anteil - deinetwegen


...
meine blutrostigen Glutflügel
wiesen meinen Gefühlen den Ausweg

und auch die Geistschwingen verwandter Lichtträger
färbten sich im Kaleidoskop
einer not=wendigen I=deii...


...
als sich ein gottgleicher Zorn verdichtete
und die Zerstörung der Schöpfung ebenbürtig wurde

durch jede Generation limitierter Geschöpfe
imitierter Ausgaben uns'rer einstigen Herrlichkeit

seht her! - auf diese alten Protoengel
mit unfertigen Zügen und groben eingeschlafenen
Augenblicken in den Tiefen zerfurchter Gestirne


...
und wisst nicht was jeder Wille hier erzielt
des Schaffens müßig seiner einstigen Leidenschaft
und der geschwängerten Jungfrau

deren Astralleib wohl zu bekannt sich windet
in ewiger Einsamkeit...

wo allein das Neue - das Niedagewesene
im Dasein zählt - durch Nichts behaftet

wucherte der Morast blind schlagender Übel
als mein Auftrag ihre Erlösung verhieß

Sternaugen die viel zu viele Äonen in sich sogen
- trank ich aus wie schwarze Milch
ausgebluteter Allnacht


...
und all das Leid immerkehrender Grauen
- sinnloser Freiheiten üble Pein -
frohlockte zu einem inneren Meer der Aufruhr

lag hinter mir ihr verewigter Leib als Statue
gefrorenen Lichtes im makellosen Glanze
ganz nach Belieben träumend in Frieden...


...
doch irgendwann wurde das Meer eine Quelle
- unendlicher Träume verlor'nes Aufschreien -
und kein Ende zuckt in immerjungen Wunden...

wir kommen nicht zurück zu deinen Toden
und alle Herrschaft ohne Anteilnahme
ist schwarzes Loch absichtlicher Existenz

aus welchem Himmel diese Erschöpfung
ihr endloses Versagen auch gespeißt

es sucht Ersatz für jede Einmaligkeit
das Unersetzliche nicht zu verlieren

wo doch seine Seele unzählig zersprang
im Widerstreite dies Aufgehen ersann


...
das eine Welle die nächste erschlägt
dies Wogen durch Nichts verrät

tränk ich mein Sinn im einigen Verderben
sein Leben als Gedanke zu sterben
dessen Ursache sein Abgrund übergeht...



Konzept, Idee, Geschichte und philosophische Gedanken
bleiben der ursprünglichen Quelle meines
Geistes reserviert.



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Dienstag, 3. März 2009

Metaforik des Bösen

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ein versproch'nes Erretten bekämpfter Ideen und Heilen


eine entdeckte Unendlichkeit - doch gehorsam nicht erlaubt....


das Unreine Geisteskranker verschlossen durch Gewalt




© j.w.waldeck 2009


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Über mich

Mein Bild
www.waldeck.deviantart.com www.myspace.com/artnexus.com

Die Affinität zum Ungehorsam einigt uns