Mittwoch, 2. Juli 2008

Mörderballaden - Murder Ballads


a few of them are inspired to honour the dreamy work
of Miss Sanglantefleurmorte under the link: [link]

Its a litte part from my german album: Mörderballaden
with small windows in other "Dreamworlds"...


- glaubensge(h)hilfe -

...äfft die Stimme des Para=dieses

jenes ohne inneres ErReichen...


diesig schwängert der Himmel verlorene Vögel

die niemals landen werden

ohne vor Glück zu sterben


unbeweglich ragt dort ein Engel

manchen ein Schornstein im Fernen...

den einen weißen Flügel erhoben

gesenkt den Gebrochenen

hinter Glückes irdische Scherben


dieses... weiß-zuckrige Leb=Kuchen=Haus

mit dunklen leeren Fenstern

wo keine Rose sich anschmiegt

an seinen offenen Läden


- schläft auf einer traurigen Wolke

und die Sterne träumen dazu


von Tränen allein gehalten

verdampft durch Herzensblut


- das funkelnde Kirchenfenster einer Heiligen -

dort verglaste die blutrote

...Sonne....

Rosensplitter für das Himmelslicht

unter dem sich Jungfrauen bekreuzen...


dort tastet dein weißer Elfenfuß

in aufreizenden Netzen

mit schattenhaft

sich profilierenden Totenknochen

wabernde Leeren ab

den schweigenden Kathedralen

von Äonen Toden...


- Daseinsamphore einer Gott=Mumie -

Schwingen trägt die Nacht

Schleier trägt die Ohnmacht

graues Gewebe erstickter Zeit

dort weinst du in deinem Puppenkleid

für immer

auf ewig

...lebendiges Leid...


- Traum Paradies -

das Puzzle der Kirchenfenster

ist verschieden eingefärbt...

Gegensätzliches schneidet sich

darin und hebt so die Kontraste

erschütternd innig

strahlt die kalte Fläche

unter der Macht einer Sonne...


Traumkathedrale

in der nur die Toten ewig weinen

verängstigtes Reh

in dessen Augen

sich das Licht.... bricht!


Lächeln wie unter Folter

angespannt im süßen Fleische

geliebt von harten Stößen

erschüttert von ihren

lustvollen Blößen


es lockt das Auto=Port=rät

logge dich ein in diesen Nachtmahr

und lasse dich abtreiben

denn hier ist Liebe nur ein

tRAUM


- die Liebe der Lieblosen -

dort wo die Sterne blitzen

könnten sie ein Herz umrahmen

dort wo Nebelquellen sitzen

dürfen sich Galaxien umarmen


ein Tropfen Urzeit

fällt schwer in die Ewigkeit

breitet sich aus

mit gigantisch schwarzen Wellen


Teer aus dem Nimmermeer

Daseinsblut

der Atemlosen


es ist dein toter Geist

der diese Liebe fühlt

in einem lebendigen Leib...


- Rosenschwan -

der goldene Götzenteller

in deiner weißen Hand


eine grausame Sonne

die nur brennen vermag

und blenden...


schnüre dein Karminkorsett


der Kamin der Seele

verraucht die alten Leidenschaften


hoch geht jeder Funke

bevor er erlischt


nieder geht jede Asche

noch heiß für dich...


es ist keine dunkle Brille

es sind schattenhafte Augenringe

Ringe – der Seele

Magie – der Hölle


- Todesballerina -

der All=Gegenwärtige

raubt dir alle Schätze


deswegen trägst du

sein Antlitz

seine Todesmaske

seinen Schädel

auf deinen Mädchenkleidern


ein kleiner Blumengarten

voller Glut

ein kleiner Aschenbecher...


ewiges Bild

an welches du glaubst...


dein Fleisch verkomme

dein Wille vergehe

in Ewigkeit


amen.


- Verzehren -

Bleistifte

die liegenden Kadaverwolken


schreiben sich aus dem Tintenblau

hin-ab auf verseuchte Abgründe


aus deinem Haar

ist ein Teerstrudel geworden

es erstickt die Seufzer

in den Mündern der Abhängigen


dein Flammenkleid

deine sehnsüchtige Hölle


entlockt dir nicht die geringste Freude

in all dieser lustgeschwängerten Luft

- Abgase fremder Leute...


- Dornentränen des GeFallens -

er weint aus dem Mordmunde

und du nimmst und nimmst


geschenkt ist geschenkt

verloren ist gewonnen...


was immer du gewinnst

in dir wird es verdorben...


versteinert

zerfressen

von aller Identität

hilfloses Gebet


er weint aus seinen Augen

dein makelloses Bild

einer Elfenbeinstatue

die ein dunkler Schöpfer ersann


doch noch an jede Liebe zu kommen

und sei sie bloß geraubt

und sei sie bloß geglaubt


doch die schwarzen Adern

sind nur Umrisse

der tiefsten Wahrheit...


- Dubidubiduuu -

an den Wangen des Jokers:

Blumenranken

in den Augen der Maske:

Lebenswünsche


kleine Hörnchen

die Löckchen

ein dunkles Auge weint

ein helles Auge lacht

doch kein Schnitt

für den Riss der Tiefe

für den Dolch der Liebe


die Langeweile

der Glücklichen

ist schlimmer

als das Verenden

der weniger Schönen


lache dir die Seele

aus dem genommenen Leib


getragen auf Armwäldern

auf Gliedermeeren

auf Augenwellen

auf Herzfluten


weißer Liebesschaum

fließt aus deinen Wunden


ein kleines Mädchen

badet seine Puppen

in der gleißenden Badewanne

ihrer verlorenen Kindheit


- des Traumes Allmacht -

VORSPIEL: trotzig

im Schatten der harten Felsen

brütet eine anschmiegsame Motte


harter Muskelbauch

durchtrainierter Jüngling

die Engelflügel flattern

die Jungfrauen schnattern:


komm! rette dich

... zu uns ...

du bist alles was wir ertRäumen

dein Leib verspricht es

deine stummen Honiglippen

zum Küssen reif - zum Lieben


auch wenn du nichts trägst...

wir wollen dich nackt

wir wollen dich bloß

an Fassen...


NACHSPIEL:

dort wo die Krähen hausen

im fernen leuchtenden Turm

einer gewaltigen Burg


liegt die Sicherheit

der Rosengärten

der träumenden Schwäne

auf dem Weihrauch

eines Zaubersees


alle Tränen

werden dort zu Glück

alle Wünsche

sofort erfüllt


dort hebt sich dein Blick

und verliert alles Sehnen

der Traum


wurde Wirklichkeit...


- Seelenblüte -

durchscheinend transparent...

dort - wo das Wasser vereist

wird es durchsichtig


eine kühle Spiegelscheibe

mit eindeutigen Objekten


sezierte Gegenstände

oder Lebe=Wesen

wechseln ihre Innereien


und erstarren

ohne jede geheime Facette


...Abziehbilder...


dort klebt ein Mädchen in Schneeweiß

- oder ist's ein weiblicher Waldgeist? -

seine rosigen Füßchen

auf's versiegelte Wintereis


brennender Schmerz schreckt es nicht

tödliche Kälte tötet nicht

sein taubes Taubenherz

das dunkle Nachthaar ist ein Schleier

ein Brautkranz wogender Nebel


Blätter umtanzen sein glitzerndes Kleid

und es schmilzt das Eis


langsam zerfließt sein Schneewesen

und rosige Blöße errötet im Wind


und blauer Himmel trinkt

von diesem lieblichen Kind


eine kleine Seerose

bedeckt die klare Quelle

nach der sich Bäume und Blumen sehnen

nach ihren unschuldigen Lebenstränen


- Wintertraum -

der Kristallwald

existiert!

wo keine Menschen sterben

wo kein Atemzug Leid verheißt

wo kein Gott Prüfungen erteilt

und Reinheit nur

sich offenbart

als einzige Natur


die gläsernen Stämme

jedes ein Ton eine Melodie

von eigener Musik

erklingen in nie gekannter Schönheit


die Blätter sind vibrierende Wimpern

und die spiegelnden Seen

Augenblicke

in denen Glück silberhell auflacht


dort wurden Gefühle

verschlungene Ranken

und aufseufzende Girlanden

voller Rosensterne

mit weißen Seelenblüten


- Azurschwinge -

die Schmetterlinge im Bauch

werden nie die Luft schwängern


das Herz in der Brust

wird niemanden erschlagen


die Glocke tönt

doch ihr Ruf verhallt

ohne Klagen...


ein Kohlenherz

färbt den vereisten Schwan

der liebend starb

in seinem Schönheitswahn


oder ist's eine Schneeflocke gar

deren Augenblick

vom blauen Himmel sternte?


für dieses rote gefallene Herzblatt

der mal ein Kussmund gewesen war

bevor der Rost der Ernte

ihm alle Süße nahm


dein Ohr scheint noch zu lauschen

der Blick fragt aus vampiresken Augen


Ereignishorizonte

die jedes Licht aufsaugen


Bittermandeln

deren Eisblumen

kein menschliches Haar sind


auf dem Rauhreif

deiner toten Seele...


- Andacht eines Nachtschmetterlings -

Fall=Schirme... zum Schutze

für silberhelle Traumfeen

gewebt aus Einhornhaar

mit Schicksalswimpern

aus durchscheinenden Wesen


Löwenzahnsamen

auf Schicksalswinden


die Hoffnung im Blick

und den Fall im Geschick


seht ihr erhangen

an grünherzigen Efeuranken

am geschmeidigen Seidenhalse

den schwingenden Schmetterling

das liebende Engelkind

die Unschuld auf Knien

sich schwingen

durch tausend verzehrende Lieben


ringsum atmet das Abendblau

seinen Traumstaub

und ein sternumflorter Baldachin

trägt den müden Tag hinfort

in die weichen Arme der Nacht


dort liegen sie wie vergessene Sterne

ohne Namen

und hoffen

eines Tages zu erwachen


als gelbe Sonnen

als Kinder des Lichts

als lachendes Glück...


- Schattenknospe -

die Drehscheibe

die Drehscheide

das Herz der Begierde

rote Paradiesfrucht

verschlossenes Lächeln

Zirkellabyrinth vitaler Konstellation

mit verschlossenen Augen

das aufgerissen wird

von einer blinden Schlange

das ausgespien wird

sich zu entwerfen...


was immer sie auch fühlt

in ihrem winzigen Schneckenhaus

eines Tages

ist's vergessen

und die Küsse von einst

schmachten nicht mehr

obwohl sie bitter weint


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