manchmal sind es die einfachen Worte
die alle Nebel zerreißen
wie eine innere Pforte
Erinnern erbringt - vor allen Zeiten
ich gehe weil ich nicht bleiben kann
und liebe - weil ich nicht lieben kann
und siehe all das Schöne leiden
denn Glück tut weh im Scheiden
lasst los von mir
oder nimmt mich in euer Gemach
für eine vergessene Nacht
damit ich euren Sinnen Lieder bringe
und euren Lippen den Klang der Liebe
nichts mag diesen Geist
mit seiner Schönheit schmerzen
mit weißen Hälsen und Engelblicken
die Begierde anstacheln
deren wogender Lotusleib
das einsame Herz zerreißt
oder in Fallstricken
zu seinem Besitz verschweißt
mag lieber an keinem Orte
noch existieren
als das Verlorene erwidern
als das Vergebene erlangen
und alles Lieben
würde ewig neu anfangen
niemals zufrieden
mit dem Geschenkten
muss es die ganze Seele sein
samt ihren kranken Gliedern
um das Verlangen nicht zu kränken
wo doch mein eigen Sinn
niemals an jenen Kelchen gelabt
für die er ohne Bedenken
sein Licht hingab
aus ewigen Quellen –
aus lebendigem Grab
so das ihr tranket
und niemals danktet
mit einem selbstlosen Kuss
oder zartem Kosen
die Welt ist mir ein Himmelbett
voll toter Rosen
und keine Dornen blieben dran
ich brach sie alle mit zerbrechlicher Liebe
sie stachen vergeblich und zerbrachen
an ihrem welken Getriebe
leg du mich nieder
wenn der Tag gekommen
und suche mich nicht in der Erde
bloß in den gesprochenen Worten
kennst du mein wahres Erbe
du bist mein Herz
du bleibst mein Atem
ich liebe die Frauen
doch du bist unter allen
mein Leben gewesen
mein Seelenleben
mein Augenstern
mein Eben...
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