dies kranke Herz scheint nimmermüde
Kriegstrommeln gleich sein Donnerhall
Rausch im Hagel ungehorsamen Geistes
der Leib um Leib visionär verbraucht
schmiegen uns ins jeweils Geheimste
ätherischer Seiltanz auf deiner Urteilswaage
da der Mond endlich aus nebliger Nacht tritt
sammeln sich plötzlich Anbeter
an seiner kühnen Herrlichkeit ergötzt
der Ungeliebten bleicher Traumfänger
wann sättigt dich's Meer blinder Augen
in denen du deine SigNATUR eingravierst?
bis entfachte Brände sich verbrauchen
schmachtend nach selt'nem Elfenbein...
bald schwer vom Austrinken kranker Seelen
immun geworden von der Worte Absicht
geopfert am Altare zahlloser Hingabe
nun erschrickst du vor den Stürmen
einst gelobter Lustwellen
makellos leuchtendes Seelenfeuer
in denen der Mond immer bloß vergeht
vergeht vor Sehnsucht die Wünsche schürt
vergeht vor Liebe die lieblos verglüht...
wie Blutstropfen in funkelnder Glut zischen
Wunden die dürsten und Wüsten die Wunder flüstern
nicht des Geschenkes ansichtig
bloß des Besitzes blindwütig
preisgegebner Blöße nur empfänglich
in deren Zauberspiegel ihr Traum erscheint
den geheimsten Wunsch einverleibt
Balsam geschmeidiger Jungfrauenschenkel
leuchtende Wunde eines Liebesengels
dem niemand Liebe schenken will
ohne seine leuchtende Haut zu begehren
den letzten süßen Schutz
mit schrecklicher Not zu entleeren...
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