Sonntag, 21. September 2008

Vorstellungs=Raum


nicht das ich besser wäre

ist mein Anspruch besser als ich

vermag der einzelne Maßstab
niemals Gesamtes wiedergeben

- der fremde Eindruck unmöglich
dein wesentliches Urteil belegen

Realität wird nicht - sie entschwindet
vermögen tRäume Wirklichkeit weben

Augenblickes Sternstunde sehen
und genießen ohne Verstehen...

die Wirklichkeit erntet Verderben
ein Traum vermag wahr werden

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Harmonie


mein Erwecken lockt dein Vergehen
Kindträne - ausgestoßen durch das Sehen

mein Traum lässt deine Ballnacht gedeihen
oh zarte Stimme entblößter Leiden!

dein Hauch schwebt auf der siebten Wolke
durchdringt die Seelenschwinge jede Pforte

biegsame Trauerweide am Rande der Flüsse
zeitlose Rebe verborgner Genüsse

gefährlich zart umschlingt dein Sehnen
versinke ich in dunklen S e e len

trunkene Liebesträne entrinne
Alabasterschenkel leuchtender Liebe ziere!

erfüllt unvergesslicher Augenblick
zweier Schwangeister einige Lieb

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Freitag, 19. September 2008

Wesen wie Zauberspiegel


Wesen wie Zauberspiegel

unverstandene kühle Siegel

deren Antlitz magisch anzieht

in deren Augen sich dein Lieben

....liebt


und man gebannt verharrt

für Ewigkeiten

die Brust drückt wie ein Sarg

vor unerfüllten Leiden


sie selbst weilen fern von sich

und fühlen deine Tode nicht

und sehen nie was du allein

fandest in ihrem schönen Schein


trägst du nicht rechtzeitig

ihr Andenken heim

und löst dich von dem Sinnbild dein

zergehst du zwischen ihren Blicken


und verlierst deinen Willen


die Welt hört auf zu existieren...


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Sonntag, 13. Juli 2008

Herzlos


manchmal sind es die einfachen Worte

die alle Nebel zerreißen
wie eine innere Pforte
Erinnern erbringt - vor allen Zeiten

ich gehe weil ich nicht bleiben kann

und liebe - weil ich nicht lieben kann

und siehe all das Schöne leiden

denn Glück tut weh im Scheiden


lasst los von mir

oder nimmt mich in euer Gemach

für eine vergessene Nacht

damit ich euren Sinnen Lieder bringe

und euren Lippen den Klang der Liebe


nichts mag diesen Geist

mit seiner Schönheit schmerzen

mit weißen Hälsen und Engelblicken

die Begierde anstacheln

deren wogender Lotusleib

das einsame Herz zerreißt

oder in Fallstricken

zu seinem Besitz verschweißt


mag lieber an keinem Orte

noch existieren

als das Verlorene erwidern

als das Vergebene erlangen

und alles Lieben

würde ewig neu anfangen


niemals zufrieden

mit dem Geschenkten

muss es die ganze Seele sein

samt ihren kranken Gliedern

um das Verlangen nicht zu kränken


wo doch mein eigen Sinn

niemals an jenen Kelchen gelabt

für die er ohne Bedenken

sein Licht hingab

aus ewigen Quellen –

aus lebendigem Grab


so das ihr tranket

und niemals danktet

mit einem selbstlosen Kuss

oder zartem Kosen


die Welt ist mir ein Himmelbett

voll toter Rosen

und keine Dornen blieben dran

ich brach sie alle mit zerbrechlicher Liebe

sie stachen vergeblich und zerbrachen

an ihrem welken Getriebe


leg du mich nieder

wenn der Tag gekommen

und suche mich nicht in der Erde

bloß in den gesprochenen Worten

kennst du mein wahres Erbe


du bist mein Herz

du bleibst mein Atem

ich liebe die Frauen

doch du bist unter allen

mein Leben gewesen

mein Seelenleben

mein Augenstern

mein Eben...



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Mittwoch, 2. Juli 2008

Mörderballaden - Murder Ballads


a few of them are inspired to honour the dreamy work
of Miss Sanglantefleurmorte under the link: [link]

Its a litte part from my german album: Mörderballaden
with small windows in other "Dreamworlds"...


- glaubensge(h)hilfe -

...äfft die Stimme des Para=dieses

jenes ohne inneres ErReichen...


diesig schwängert der Himmel verlorene Vögel

die niemals landen werden

ohne vor Glück zu sterben


unbeweglich ragt dort ein Engel

manchen ein Schornstein im Fernen...

den einen weißen Flügel erhoben

gesenkt den Gebrochenen

hinter Glückes irdische Scherben


dieses... weiß-zuckrige Leb=Kuchen=Haus

mit dunklen leeren Fenstern

wo keine Rose sich anschmiegt

an seinen offenen Läden


- schläft auf einer traurigen Wolke

und die Sterne träumen dazu


von Tränen allein gehalten

verdampft durch Herzensblut


- das funkelnde Kirchenfenster einer Heiligen -

dort verglaste die blutrote

...Sonne....

Rosensplitter für das Himmelslicht

unter dem sich Jungfrauen bekreuzen...


dort tastet dein weißer Elfenfuß

in aufreizenden Netzen

mit schattenhaft

sich profilierenden Totenknochen

wabernde Leeren ab

den schweigenden Kathedralen

von Äonen Toden...


- Daseinsamphore einer Gott=Mumie -

Schwingen trägt die Nacht

Schleier trägt die Ohnmacht

graues Gewebe erstickter Zeit

dort weinst du in deinem Puppenkleid

für immer

auf ewig

...lebendiges Leid...


- Traum Paradies -

das Puzzle der Kirchenfenster

ist verschieden eingefärbt...

Gegensätzliches schneidet sich

darin und hebt so die Kontraste

erschütternd innig

strahlt die kalte Fläche

unter der Macht einer Sonne...


Traumkathedrale

in der nur die Toten ewig weinen

verängstigtes Reh

in dessen Augen

sich das Licht.... bricht!


Lächeln wie unter Folter

angespannt im süßen Fleische

geliebt von harten Stößen

erschüttert von ihren

lustvollen Blößen


es lockt das Auto=Port=rät

logge dich ein in diesen Nachtmahr

und lasse dich abtreiben

denn hier ist Liebe nur ein

tRAUM


- die Liebe der Lieblosen -

dort wo die Sterne blitzen

könnten sie ein Herz umrahmen

dort wo Nebelquellen sitzen

dürfen sich Galaxien umarmen


ein Tropfen Urzeit

fällt schwer in die Ewigkeit

breitet sich aus

mit gigantisch schwarzen Wellen


Teer aus dem Nimmermeer

Daseinsblut

der Atemlosen


es ist dein toter Geist

der diese Liebe fühlt

in einem lebendigen Leib...


- Rosenschwan -

der goldene Götzenteller

in deiner weißen Hand


eine grausame Sonne

die nur brennen vermag

und blenden...


schnüre dein Karminkorsett


der Kamin der Seele

verraucht die alten Leidenschaften


hoch geht jeder Funke

bevor er erlischt


nieder geht jede Asche

noch heiß für dich...


es ist keine dunkle Brille

es sind schattenhafte Augenringe

Ringe – der Seele

Magie – der Hölle


- Todesballerina -

der All=Gegenwärtige

raubt dir alle Schätze


deswegen trägst du

sein Antlitz

seine Todesmaske

seinen Schädel

auf deinen Mädchenkleidern


ein kleiner Blumengarten

voller Glut

ein kleiner Aschenbecher...


ewiges Bild

an welches du glaubst...


dein Fleisch verkomme

dein Wille vergehe

in Ewigkeit


amen.


- Verzehren -

Bleistifte

die liegenden Kadaverwolken


schreiben sich aus dem Tintenblau

hin-ab auf verseuchte Abgründe


aus deinem Haar

ist ein Teerstrudel geworden

es erstickt die Seufzer

in den Mündern der Abhängigen


dein Flammenkleid

deine sehnsüchtige Hölle


entlockt dir nicht die geringste Freude

in all dieser lustgeschwängerten Luft

- Abgase fremder Leute...


- Dornentränen des GeFallens -

er weint aus dem Mordmunde

und du nimmst und nimmst


geschenkt ist geschenkt

verloren ist gewonnen...


was immer du gewinnst

in dir wird es verdorben...


versteinert

zerfressen

von aller Identität

hilfloses Gebet


er weint aus seinen Augen

dein makelloses Bild

einer Elfenbeinstatue

die ein dunkler Schöpfer ersann


doch noch an jede Liebe zu kommen

und sei sie bloß geraubt

und sei sie bloß geglaubt


doch die schwarzen Adern

sind nur Umrisse

der tiefsten Wahrheit...


- Dubidubiduuu -

an den Wangen des Jokers:

Blumenranken

in den Augen der Maske:

Lebenswünsche


kleine Hörnchen

die Löckchen

ein dunkles Auge weint

ein helles Auge lacht

doch kein Schnitt

für den Riss der Tiefe

für den Dolch der Liebe


die Langeweile

der Glücklichen

ist schlimmer

als das Verenden

der weniger Schönen


lache dir die Seele

aus dem genommenen Leib


getragen auf Armwäldern

auf Gliedermeeren

auf Augenwellen

auf Herzfluten


weißer Liebesschaum

fließt aus deinen Wunden


ein kleines Mädchen

badet seine Puppen

in der gleißenden Badewanne

ihrer verlorenen Kindheit


- des Traumes Allmacht -

VORSPIEL: trotzig

im Schatten der harten Felsen

brütet eine anschmiegsame Motte


harter Muskelbauch

durchtrainierter Jüngling

die Engelflügel flattern

die Jungfrauen schnattern:


komm! rette dich

... zu uns ...

du bist alles was wir ertRäumen

dein Leib verspricht es

deine stummen Honiglippen

zum Küssen reif - zum Lieben


auch wenn du nichts trägst...

wir wollen dich nackt

wir wollen dich bloß

an Fassen...


NACHSPIEL:

dort wo die Krähen hausen

im fernen leuchtenden Turm

einer gewaltigen Burg


liegt die Sicherheit

der Rosengärten

der träumenden Schwäne

auf dem Weihrauch

eines Zaubersees


alle Tränen

werden dort zu Glück

alle Wünsche

sofort erfüllt


dort hebt sich dein Blick

und verliert alles Sehnen

der Traum


wurde Wirklichkeit...


- Seelenblüte -

durchscheinend transparent...

dort - wo das Wasser vereist

wird es durchsichtig


eine kühle Spiegelscheibe

mit eindeutigen Objekten


sezierte Gegenstände

oder Lebe=Wesen

wechseln ihre Innereien


und erstarren

ohne jede geheime Facette


...Abziehbilder...


dort klebt ein Mädchen in Schneeweiß

- oder ist's ein weiblicher Waldgeist? -

seine rosigen Füßchen

auf's versiegelte Wintereis


brennender Schmerz schreckt es nicht

tödliche Kälte tötet nicht

sein taubes Taubenherz

das dunkle Nachthaar ist ein Schleier

ein Brautkranz wogender Nebel


Blätter umtanzen sein glitzerndes Kleid

und es schmilzt das Eis


langsam zerfließt sein Schneewesen

und rosige Blöße errötet im Wind


und blauer Himmel trinkt

von diesem lieblichen Kind


eine kleine Seerose

bedeckt die klare Quelle

nach der sich Bäume und Blumen sehnen

nach ihren unschuldigen Lebenstränen


- Wintertraum -

der Kristallwald

existiert!

wo keine Menschen sterben

wo kein Atemzug Leid verheißt

wo kein Gott Prüfungen erteilt

und Reinheit nur

sich offenbart

als einzige Natur


die gläsernen Stämme

jedes ein Ton eine Melodie

von eigener Musik

erklingen in nie gekannter Schönheit


die Blätter sind vibrierende Wimpern

und die spiegelnden Seen

Augenblicke

in denen Glück silberhell auflacht


dort wurden Gefühle

verschlungene Ranken

und aufseufzende Girlanden

voller Rosensterne

mit weißen Seelenblüten


- Azurschwinge -

die Schmetterlinge im Bauch

werden nie die Luft schwängern


das Herz in der Brust

wird niemanden erschlagen


die Glocke tönt

doch ihr Ruf verhallt

ohne Klagen...


ein Kohlenherz

färbt den vereisten Schwan

der liebend starb

in seinem Schönheitswahn


oder ist's eine Schneeflocke gar

deren Augenblick

vom blauen Himmel sternte?


für dieses rote gefallene Herzblatt

der mal ein Kussmund gewesen war

bevor der Rost der Ernte

ihm alle Süße nahm


dein Ohr scheint noch zu lauschen

der Blick fragt aus vampiresken Augen


Ereignishorizonte

die jedes Licht aufsaugen


Bittermandeln

deren Eisblumen

kein menschliches Haar sind


auf dem Rauhreif

deiner toten Seele...


- Andacht eines Nachtschmetterlings -

Fall=Schirme... zum Schutze

für silberhelle Traumfeen

gewebt aus Einhornhaar

mit Schicksalswimpern

aus durchscheinenden Wesen


Löwenzahnsamen

auf Schicksalswinden


die Hoffnung im Blick

und den Fall im Geschick


seht ihr erhangen

an grünherzigen Efeuranken

am geschmeidigen Seidenhalse

den schwingenden Schmetterling

das liebende Engelkind

die Unschuld auf Knien

sich schwingen

durch tausend verzehrende Lieben


ringsum atmet das Abendblau

seinen Traumstaub

und ein sternumflorter Baldachin

trägt den müden Tag hinfort

in die weichen Arme der Nacht


dort liegen sie wie vergessene Sterne

ohne Namen

und hoffen

eines Tages zu erwachen


als gelbe Sonnen

als Kinder des Lichts

als lachendes Glück...


- Schattenknospe -

die Drehscheibe

die Drehscheide

das Herz der Begierde

rote Paradiesfrucht

verschlossenes Lächeln

Zirkellabyrinth vitaler Konstellation

mit verschlossenen Augen

das aufgerissen wird

von einer blinden Schlange

das ausgespien wird

sich zu entwerfen...


was immer sie auch fühlt

in ihrem winzigen Schneckenhaus

eines Tages

ist's vergessen

und die Küsse von einst

schmachten nicht mehr

obwohl sie bitter weint


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Sonntag, 15. Juni 2008

Schwarze Madonna


dies kranke Herz scheint nimmermüde

Kriegstrommeln gleich sein Donnerhall

Rausch im Hagel ungehorsamen Geistes

der Leib um Leib visionär verbraucht


schmiegen uns ins jeweils Geheimste

ätherischer Seiltanz auf deiner Urteilswaage


da der Mond endlich aus nebliger Nacht tritt

sammeln sich plötzlich Anbeter

an seiner kühnen Herrlichkeit ergötzt

der Ungeliebten bleicher Traumfänger


wann sättigt dich's Meer blinder Augen

in denen du deine SigNATUR eingravierst?


bis entfachte Brände sich verbrauchen

schmachtend nach selt'nem Elfenbein...


bald schwer vom Austrinken kranker Seelen

immun geworden von der Worte Absicht

geopfert am Altare zahlloser Hingabe


nun erschrickst du vor den Stürmen

einst gelobter Lustwellen

makellos leuchtendes Seelenfeuer

in denen der Mond immer bloß vergeht


vergeht vor Sehnsucht die Wünsche schürt

vergeht vor Liebe die lieblos verglüht...


wie Blutstropfen in funkelnder Glut zischen

Wunden die dürsten und Wüsten die Wunder flüstern


nicht des Geschenkes ansichtig

bloß des Besitzes blindwütig


preisgegebner Blöße nur empfänglich


in deren Zauberspiegel ihr Traum erscheint

den geheimsten Wunsch einverleibt


Balsam geschmeidiger Jungfrauenschenkel

leuchtende Wunde eines Liebesengels


dem niemand Liebe schenken will

ohne seine leuchtende Haut zu begehren

den letzten süßen Schutz

mit schrecklicher Not zu entleeren...



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Samstag, 7. Juni 2008

Sehnsucht einer Märtyrerin

die preis gegebenen
Blößen lieb=reizender Statuen
umarmt von Luft und Schatten
über den sich wiederholenden Mustern
geschliffenen mArMORS

klingen nach vergessenen Händen
und verblichnem Anfassen

Tod geliebter Wesen
sinnverseucht im Eigenwahn
einzigartig im Leben
tot ein Meer einfältiger Gram

unbeholfen wechseln sie Ideen
hebt kurz wirbelnder Staub
sich noch dicker
auf flehende Lippen zu legen
wie eine bleierne Chamäleonhaut

gewahrst du das Versiegen
einprogrammierter Hormone
neue Traumkaskaden zu verlieben
schweigen längst die Worte...

leidet verheimlichte Sehnsucht
sklavisch in verborgnen Winkeln

mit jeder Welle tiefer zur Quelle
halte deine Seele fern
hast du mich nicht gern...

tönt der unerlöste Choral ihrer Seele

im Geheimsten
- Tief -
der Endlosigkeit

im Reinsten
- Nichts -
der Gleich=Gültigkeit

schluchzt in der heiligen Eierschale
ihrer milchweißen Opferblüte
die ungeliebte edle Gabe
im Liebestempel waiser Güte

zu Marmor verewigter Schmerz
in einem Universum erloschener Sterne
saugend am einzigen Edenherz
die letzte atmende Wärme...


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Die Schönheit der Hingabe

ein Irrlicht hofft mitten des Waldes ...

der Arme Wehen schilfgebogen...

Funke der Liebe - zitternd ein kaltes

gierendes - stets gleiches Omen


Worte Worte Worte

öffnen weiße Seerosen

Eisblumen und trunkene Tote

gleiten zur Oberfläche... verloren


Liebe Liebe Liebe

wirft ihre Schleierwellen

Leben Leben Leben

glücklich zu ertränken


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Freitag, 6. Juni 2008

Konstellation der schwarzen Sphinx


ewiger Winter retuschiert das Vakuum
ein kosmisches Schachspiel
verlockt die Träumer zu bewundern
und das sterbende Licht mit ihrem Leben
zu erfüllen

deine Samtlippen sind ein Nachtschmetterling
dessen Pfauenaugen stolz und wunderschön
bloß auf dem kalten Rücken seiner Sternflügeln
deine Existenz erwidern

dein funkelnder Blick wirft sich hinein
mit seiner ganzen Seele
und labt sich am marmornen Mondenschein

ihr verwitwetes Weltall
durch katatonische Kälte verewigt
ihre verschleierte Tiefe
durch vermählte Nacht unendlich

ist es das Elfenbein deiner Schultern
die aus perlender Unschuld
kaltes Leuchten schauern

ist es dein behandschuhter Unterarm
dessen schachbrettartiges Muster
bloß dein Verlieren begehrt?

ohne dein inneres Licht
verfällst du schwarzen Seelenbrunnen
ohne deine erkannte Dunkelheit
umgibt dich schluckendes Nichts

ein Schicksalsfluch
unheimliche Geschwindigkeit lautloser Wasser
belächelt von einer himmlischen Eisrose...

es gibt keine Gewinner
belohnt ihr Todeskuss

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Donnerstag, 5. Juni 2008

Von Wunde zu Wunde


dies ist das unerhörte Gebet:


schwarzer Nornenmond

dessen Schatten sich auf liebenden Augen

berühren wie gekreuzigte Friedenstauben

die ein Gelübde auf ewig verschließen

mit unseligem Feuer

welches niemals erlöschen darf

in seinem Verlangen zu versiegen


zerknülltes Elfenbein

auf weißer Seide ausgeblutete Eide

geschnittener Rosen zerdrücktes Lächeln

eingefrorene Bewegung

in einem ausgeatmeten Eismeer


das Meerschaumbett

einer Windprinzessin...


Eisblumenbalett

verschneit mit fernen Worten


wie könnte ich diesen letzten Tropfen

zitternden Seelenlichtes

dir wegtrinken

und auf Vergebung hoffen?


schenk mir dein fliederfarbenes Lächeln

erfüllte Traumglut

erträglich gekühlt durch ein Opiumfächer...


alle Träume enden in verblümten Wänden

von Venusefeu umklammerte Schicksale

an nackten Flächen aufgerissene Blüten

deren Kelche sich einer Sonne öffnen

über dem Abgrund

welcher ihre Schönheit vergänglich weiß


dunkle magische Kraftlinien

bilden ein Mosaik dämonischer Dimension

Kreuze Gitter Existenzreligion


endlos – ohne Entfliehen

wünscht man sich zu umflorten Knien

deren schattiger Saum heiße Wangen streift

mit einem kalten sanften Nein...


das ist unterschwellig

das ist die Linie mit dem sakralen Mittelpunkt

das ist die verschleierte Hostie der Sünde

im blutenden Schoße eines gefallenen Engels

der seinen Heiligenschein noch trägt


das ist die Gralsrose

die alle Blüten bereits in der Nacht öffnet...


wann immer dein göttlicher Ausdruck tröstet

unerreichtes zu ersehnen


ertrunkenes Edenherz

in seinen eigenen erkalteten Tränen


der blaue Tanzsaal einer Schwanseele

haucht sein letztes Abendmahl

auf die rote Hostie

deiner schweigenden Lippen...


kein Zürückweichen

ist möglich enttarnter Schönheit

die auf bloßen harten Wänden

vergeblich ihre Reinheit

hingibt blindem Schänden...


von Wunde zu Wunde

von Munde zu Munde

von Blume zu Blume

durch alle Dornen getrieben

verwelkt... für dein kurzes Lieben...


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Dienstag, 3. Juni 2008

Arbeit macht frei v.2.0


Vorspiel:


unter dem Vorwand

nicht zu arbeiten

lässt sich Freiheit abspeisen

mit Almosen gängig bleiben


die chancenlos wachsende Mehrheit

wird automatisiert vereist

durch ein Kontrollsystem

permanenter Verfügbarkeit


billige Leibeigene

dankbar für staatliches Dulden

willige gläserne Unfreie

geregelte Funktionärskunden



Verdauungstraktat (einer Diktatur)


gestohlen mag die Welt bleiben

der Welten formen vermag

wo Aussatz Grundsatz wird

und Geld vor Können Bonzen labt


nestelt beim Arbeitsamt

so'n Papierverriss

pfeift Richtlinien ins Gesicht

was du noch darfst mit leeren Taschen

zu wissen brauchst

still zu halten


erträume die Erleuchtung

deiner Fleddermöse

auf erigierten Kirchen

- nestwarme Taubenpost -


das plumpe Geschmeiß

abstempelnder Dienerchöre

tätschelt die Kaffeetasse

und fährt fort...


melden am SCHALTER

zum Formular

legen sie Innereien

samt Gesamtlänge dar

ihr IQ ist nicht vonnöten

beim Beetepflegen und Ausjäten


manch Busch hegt mehr Spitzen

als ein korruptes System

gesunde Wurzeln

wenn seine Kontrollorgane sprießen

scheint aufrechtes Leben

zu verkürzen...


besteigt ein Visionär

ihre Platt=Form

zwängt ihr Schraub=Stock

zurück zur Norm

unter argwöhnischen Chefs

die Bessere feuern

dürfen feste Positionen

alte Fehler erneuern


wie gut das niemand weiß!

des Bettlers erzwungne Dankbarkeit

hält ihn still und ohne Regung

mittellos - entfernt von Entfalten


wie leicht wird doch

das Volksverwalten

und alle Demokratie ist weiter nichts

als ausgegrenzte Rechte

unbeteiligt an industriellem Gewinn

- ist weiter nichts als Preisgabe

deines Lebens ohne Gnade


lies ihre göttlichen Wünsche

aus den Schlitz=Augen

lerne lächeln

als billig unterhaltenes Werkzeug


deine verschlissenen gLieder rauchen

im Friedhof

bevor die Bettelrente betäubt


es wird egal was du kannst

Roboter werden deine Pflegeinstanz


außer den weitgereisten

Führungsriegen

darfst du abends einen abziehen...


lasst bloß Reiche studieren

oh Tümpel IN=züchtiger Schleimpfütze

die Regel

soll sich feist entwickeln

für Gehorsamsgeister

die einzige Stütze...


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Montag, 2. Juni 2008

Vollendet

du kennst das Unwissen
dessen reine Absicht Unschuld liebt

du kennst der Kindheit Verlust
vergessener Arme zärtliche Brust

du kennst die Antwort
die keine Frage zu stellen braucht

du kennst das Ende
jeglicher Freude die Liebe schuf

du kennst den Lebenssinn
der deinem Herzen schnürt das Blut

du kennst den stillen Weg
der niemals gerecht dich niederlegt

du kennst das himmlische Antlitz
deiner Träume die verpuffen

du kennst die bittere Wahrheit
die niemand braucht zu suchen

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^v^

ich bin die offene Brust

das unerhörte Gebet

das nie gekreuzigte Fleisch

das unbereute Sakrileg


ich bin die brennende Lust

und das gestillte Leben

der tödliche Kuss

und das Wissen von jedem


ich bin ein Winter im Sommer

eine Blume im toten Garten Eden

der Dorn im Auge des Gesetzes

die Freiheit zum Nehmen


ich bin das Feuer der Sinne

die Asche der Vergangenheit

die Glut der Zukunft

und das Diktat der Liebe


ich bin das Verderben des Glaubens

die verlorene Verheißung

das uralte Wissen ohne Tod

und das Flehen um Heilung


ich bin euer Schrei im Traume

der Schatten hinterm Licht

das Versprechen hinter dem Verbrechen

und die Unschuld des Nichts


ich bin der bodenlose Abgrund

der Feind der Tyrannei aus Gnade

das süße Gift welches leidet

die Erkenntnis der Hingabe


ich bin ich bin ich bin!

in euch unter euch für alle Zeit

einmalig unzählig getötet

die Sonnenträne die errötet


ich bin nicht umzubringen

mein Sehnen erkennt den Trug

tausend Floskeln und Normen verbieten

was selbstverständlich ist und gut

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Über mich

Mein Bild
www.waldeck.deviantart.com www.myspace.com/artnexus.com

Die Affinität zum Ungehorsam einigt uns